Engagement
für ein Stadtteilzentrum
in Linden-Süd

Seit Jahrzehnten ist der Treffpunkt Allerweg im Stadtteil ein zentrales Thema. Seine konzeptionellen Unzulänglichkeiten gehen mit baulichen Missständen einher, beides bedingt
einander. Und obwohl sich der Bedarf nach einem niedrigschwelligen und offenen Haus für den Stadtteil Linden-Süd Jahr für Jahr in den Strukturdaten der Stadt Hannover zementiert, handeln die Verantwortlichen nicht.

Prozesse werden verschleppt, Wissen geht im Laufe der Zeit durch Personalwechsel in der Stadtverwaltung verloren und es findet sich keine Verwaltungseinheit, die dieses Gebäude langfristig entwickeln und halten möchte. Bereits im und mit dem Stadtteil erarbeitete Konzepte werden von der Politik nicht nachhaltig genug eingefordert. Niemand macht das Thema zur „Chefsache“ und übernimmt Verantwortung!

2015 forderte der Stadtteil Linden-Süd ein klares Bekenntnis zum Umbau/Neubau des Vorderhauses im Treffpunkt Allerweg zu einem Stadtteilzentrum und dokumentierte den Teufelskreis aus Verwaltung und Ratspolitik in der Veröffentlichung „it`s now or never“.

Und tatsächlich geschah ein kleines Wunder: Ffür den Um-/Neubau des Treffpunkts Allerweg (Vorderhaus) stellet die Stadt Hannover 4 Mio. Euro in das Investitionsmemorandum „500 plus“ (DS 1085-2016) ein. Seitdem „steht der Sekt kalt“ und die vielen Ehrenamtlichen hadern zunehmend. Der Stadtteil wartet bis heute auf die Übernahme der Mittel in den städtischen Haushalt und die Baumaßnahme. Nicht einmal ein Entwurf für ein inhaltliches Konzept seitens der Verantwortlichen liegt aktuell vor!

Mit der Kampagne „Stadtteilzentrum Linden-Süd JETZT!“ übernehmen wir als Expert*innen vor Ort die Initiative und stellen Anfang 2022 unser Konzept vor – wir können handeln und fordern die Einstellung der Mittel in den städtischen Haushalt 2023/2024, um einen Baubeginn bis spätestens
2026 zu erreichen, der das Ende des Investitionsmemorandums darstellt.

Hier geht es um ein hohes Gut: Die Glaubwürdigkeit von Verwaltung und Politik in Bezug auf Beteiligungsprozesse und deren bedarfsorientierte Umsetzung, gerade in Zeiten von „Mein Hannover 2030“!

Wir fordern

  • Die Aufnahme der 4 Mio. Euro in den städtischen Haushalt 2023/2024
  • Neubau des Stadtteilzentrums Linden-Süd (mehr Kooperation + gutes Konzept = weniger Raumbedarf)!
  • Inhaltliche Übergabe des Hauses in die Hände der Stadtteilkulturarbeit!
  • Sofortige Konzepterstellung für die Zeit nach dem Umbau (DS 15-0138/2020), extern moderiert und auf Grundlage der Vorlage der Kampagne „STZ Linden-Süd JETZT!“
  • Jugendarbeit in den Allerweg zurückholen (DS 15-1558/2018), zeitgemäße Angebote und Berufscoaching ergänzen.

Das Engagement

Zahlreiche Menschen und Einrichtungen unterstützen die Forderungen nach einem Stadtteilzentrum.

Das Vorderhaus des Treffpunkts Allerweg
muss zum Stadteilzentrum Linden-Süd umgebaut werden, …

„weil sonst jahreslanges bürgerschaftliches Engagement vergebens wäre und sich die Enttäuschung der Menschen sehr nachhaltig auswirken würde auf die Selbsthilferessourcen im Stadtteil sowie auf ihr Vertrauen in Unterstützung und Wertschätzung durch Politik und Verwaltung!“
Bettina Groh und Marit Kukat, Stadtteilforum Linden-Süd, Ehrenamtliche Sprecherinnen

„weil wir schon lange warten……..
Das Versprechen der Politik kommt in die Jahre
darum hab ich schon lange graue Haare
Unsere Forderung wird nicht erschlaffen ein Stadtteilzentrum für Linden Süd zu schaffen.
Am Allerweg da soll es sein.
Stellt endlich Geld in den Haushalt ein,
damit Linden Süd eine kulturelle Mitte hat!“

Ferdinand Holst, 2. Vorsitzender Fels e. V.

„weil eine gute und gut ausgestattete Jugend- und Familienarbeit in Linden-Süd der Schlüssel zu Integration und Bildung ist. Die Jugend- und Familienarbeit im Treffpunkt Allerweg hilft den Schulen und dem Stadtteil. Und sie bringt mittel- und langfristig Bildungs- und Berufschancen für junge Menschen in Linden-Süd.“
Dr. Daniel Gardemin, Ratsherr Bündis90/Die Grünen

„weil es einen zentralen Anlaufpunkt für das viele und großartige, ehrenamtliche Engagement im Quartier Linden-Süd braucht.“
Matthias Voß , Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtbezirksrat Linden-Limmer

weil es im Stadtteil einen Raum geben muss, wo die vielen unterschiedlichen Kulturen sich begegnen können. Für die Kinder wird dies mit Schule, Kitas, Horten usw. als dringend nötig angesehen und ermöglicht. Die Eltern der Kinder dürfen nicht „außen vor“ bleiben!“
Gero Tanner, Grundschule Egestorff, Schulleitung

„weil durch den Umzug des Kinderzentrums in den Multifunktionsraum des Vorderhauses die
Arbeitsgrundlage der städtischen Stadtteilkulturarbeit in Linden-Süd nicht mehr existiert!“

Sabine Opiela, Netzwerk Lebenskunst e.V., KreoFant

„damit wir endlich einen Raum bekommen, in dem niederschwellige Sozialberatung, Schuldenberatung, Rechtsberatung u. Ä. stattfinden kann!“
Markus Nückel, Caritasverband Hannover, Koordinator Café Allerlei

„weil es in zentraler Lage die Menschen niedrigschwellig erreichen kann. Dem Bedarf im Stadtteil einen geeigneten Ort entgegenzustellen war bereits Thema meines Vor-Vorgängers und meiner Vorgängerin, es soll nicht eines Tages auch das Thema meiner Nachfolge sein!“
Carsten Tech, Quartiermanagement Linden Süd, hanova

„weil nur so den sozialen Notwendigkeiten des Stadtteils angemessen begegnet werden kann.“ Rainer-Jörg Grube, Bezirksbürgermeister Linden-Limmer

„weil es den Zusammenhalt im Ortsteil fördern würde. Es entstünde ein Ort, an dem sich alle Menschen in Linden-Süd begegnen können. Hier hätten sie die Möglichkeit, Dinge zu entwickeln, die ihnen und dem Stadtteil guttun.“
Jens Heger, Pastor der Erlösergemeinde/Gospelkirche

„weil es konkrete Anlaufpunkte braucht, um soziales Leben zu gestalten. Zugleich braucht es die Zusage, dass dies auch in Zukunft geschehen kann. Daher ist endlich eine verlässliche und zukunftsweisende Entwicklung im Allerweg umzusetzen, die den Bewohner*innen nützt.“ Diakon Ingo Langner, Katholische Kirchengemeinde St. Godehard

„damit es endlich einen einladenden und angemessenen Ort für Kultur und Soziales im Stadtteil gibt. Kultur und Soziales sind maßgeschneiderte Bausteine für ein demokratisches, friedliches Miteinander und eine klimapositive Zukunft!“ Maria Eilers, lebt in Linden-Süd

„… die großartigen Möglichkeiten einer interkulturellen Kinder- Familien- und Jugendarbeit in Linden Süd nicht dem Finanzvorwand und dem Kleinmut der Verantwortlichen zum Opfer fallen darf!“
Ingrid Wagemann (ehemalige jugendpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion)

Die Liste der Statements setzt sich weiter unten fort.

Start der Kampagne am 2. Dezember 2021 im Rahmen des Lebendigen Adventskalenders im Hof des Treffpunkts Allerweg.

Material zur Kampagne

Im Dezember 2022 startete die Kampagne des STF Linden-Süd. Sie stellt allen Interssierten nachfolgende Materialien zur Verfügung, um sich gemeinsam für ein Stadtteilzentrum Linden-Süd einzusetzen.

Der lange Weg zum Stadtteilzentrum

Drucksachen, Fragen an und Antworten von der Verwaltung sowie weitere Schreiben

Diese Stellungnahme enthält die begründete Forderung nach einem Stadtteilzentrum Linden-Süd sowie die wichtigsten Aussagen der bestehenden Drucksachen und Anfragen an die Verwaltung für Sie in Kurzform aufbereitet: Download (PDF)


Jahrelanges bürgerschaftliches Engagement wäre vergebens und die Enttäuschung der Menschen würde sich sicherlich sehr nachhaltig auswirken auf die Selbsthilferessourcen im Stadtteil sowie auf ihr Vertrauen in Unterstützung und Wertschätzung durch Politik und Verwaltung, wenn keine Bewegung in die Sache käme. Ein wichtiger Schritt ist die Aufnahme der Finanzierung in den städtischen Haushalt 2023/24. Wir verstehen nicht, dass die Notwendigkeit anerkannt wird, aber niemand Verantwortung übernimmt und das vorhandene Engagement aufgreift, um gemeinsam den positiven Weg des Stadtteils zu gestalten. Gern bringen wir unsere (freiwilligen) Ressourcen in eine Planung ein, ungern entwerfen wir ein Szenario für einen Stadtteil ohne Engagement.“

Sprecherinnen des STF Linden-Süd

Das Vorderhaus des Treffpunkts Allerweg
muss zum Stadteilzentrum Linden-Süd umgebaut werden, …

„In Linden-Süd lebt jeder zweite Haushalt mit Kindern von Transferleistungen wie Hartz IV oder Grundsicherung. Bei den Alleinerziehenden sind es sogar über 70%.
Dem vom Quartiersmanager unterstützen Stadtteilforum Linden-Süd ist es gelungen, eine hohe Bereitschaft zum ehrenamtlichen sozialen Engagement aufzubauen. Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturen und Altersgruppen machen mit. Viele neue Gruppen und Angebote sind entstanden.
Aber die Raumsituation im Treffpunkt Allerweg ist völlig unzureichend. Räume für stadtteilbezogene Gruppenangebote fehlen oder werden durch andere blockiert. Und behindertengerecht ist hier nichts.
Die Erneuerung und Weiterentwicklung des Treffpunktes Allerweg zum echten Stadtteilzentrum Linden-Süd ist für den sozialen Zusammenhalt darum
sehr wichtig. Von Rat und Verwaltung gibt es zwar Versprechungen, aber Taten werden immer wieder verschoben. Stattdessen wurde der Jugendtreff im Allerweg geschlossen. Das müssen wir JETZT! dringend ändern!“
Ernst Barkhoff, lebt in Linden-Süd

„damit die vielen Initiativen im Haus weiterarbeiten können, um das soziale und kulturelle Leben des Stadtteiles zu bereichern. Wir arbeiten im Rahmen des Stadtteilfestes „Lust auf Linden-Süd“ schon seit Jahren mit dem Treffpunkt Allerweg zusammen und wünschen das auch für die Zukunft.“ Fährmanns Kinder Fest e.V.

„weil Räume der Begegnung und Vernetzung unseren Stadtteil stärker, attraktiver und lebenswerter machen.“ donum vitae e. V. Hannover

„damit nicht nur von einem integrativen / inklusivem Leben geredet, sondern es auch gelebt werden kann.“ Bettina Kahle

„weil die unzumutbaren Arbeitsbedingungen eine notwendige Angebotsvielfalt zur Verbesserung der Lebenssituation der Stadtteilbewohner:innen unmöglich machen und weil die vielen engagierten Mitarbeiter:innen und Ehrenamtliche, die im Stadtteil etwas bewegen, ihrem Arbeitsalltag nicht mehr gerecht werden können.“ Familienzentrum St. Vinzenz

„damit ein gesamtgesellschaftlich wichtiger Ort geschaffen wird, an dem sich Kinder, Jugendliche und Familien durch sinnvolle Begegnungs- und Begleitungsangebote persönlich und gemeinsam ( weiter- ) entwickeln können.“ Dr. Anne-Kathrin Pappert, Bewohnerin im Stadtteil

„weil träger- und generationsübergreifende Projekte für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund lebenswichtig für den Stadtteil sind.“ gEMiDe e.V., Hülya Feise, Leiterin

„weil es für den stark wachsenden Stadtteil Linden-Süd für alle Bevölkerungsgruppen wichtig ist, einen gemeinsamen Ort zur Zusammenkunft zu haben. Weil Menschen – egal ob groß, klein, alt oder jung Orte brauchen, wo sie sich treffen und austauschen können. Wo sie gemeinsame Aktionen für ihr Umfeld planen können. Der SV v. 1907 Linden e.V. unterstützt diesen Wunsch seit Jahren, da wir aufgrund unserer Mitgliederstruktur wissen, wie wichtig so ein Ort ist. Der Treffpunkt Allerweg bietet dafür alle Voraussetzungen.“
Gabriele Steingrube, SV v. 1907 Linden e.V., Vorsitzende

„damit vielfältigem Leben ein Raum gegeben wird.“ Renate Weidner, Partizip e. V.

„weil der Stadtteil es verdient hat, endlich ein Zentrum zu bekommen, das die vielfältigen Aktivitäten und die tolle Arbeit vor Ort würdigt.“ Ursula Schroers, Kundencenterleiterin, Leiterin Soziales Management, hanova

„weil es notwendig ist, eine klar kommunizierte, barrierefreie und handlungsfähige Anlaufstation für die zahlreichen Menschen zu haben, die zum Teil ohne sprachliche und kulturelle Vorkenntnisse jedes Jahr in Linden-Süd einen Neustart wagen.“ Benjamin Schaar, Bewohner im Stadtteil und Mitarbeiter der Stadtteilarbeit PliNKe

„damit das geballte Engagement in Linden-Süd ein Zuhause hat.“

Nico Walter

„weil es wichtig für die Kinder und Jugendlichen ist, um einen Treffpunkt für jedermann zu schaffen in einer GUTEN ATMOSPHÄRE für Austausch und Zusammenhalt.“

Niclas De Beder                                  

„weil für das Miteinander und Füreinander der verschiedenen Nationalitäten ein inklusives + internationales Stadtteilzentrum dringend benötigt wird.“ Levent Özmati

„weil die vielfältigen Angebote von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen für den Stadtteil unverzichtbar sind. Im Allerweg muss weiterhin Vielfalt gelebt werden!“ Uwe Horstmann

und das sind noch nicht alle!

Kontakt zur Kampagne:
E-Mail: stz.lindensued@gmail.com
Stadtteilladen
Deisterstraße 66