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DressUp Deisterstraße wird zum Deisterkiez e.V.

Die Ausgangslage
Die Deisteraße in Linden-Süd weist im Jahr 2003 mehr als 20% Leerstand auf. Die verbliebenen Geschäfte weisen wenig attraktive und oft wechselnde Nutzungen auf (Second-Hand-, Telefon- und sonstige "Billig"läden, Wettbüros oder sog. "Kulturvereine"). Sinkende Mieteinnahmen bremsen dringend notwendige Modernisierungsarbeiten an den Häusern, auf der Deisterstraße behindert starker Autoverkehr (ca. 10.000 Fahrzeuge pro Tag) die Überquerung und mindert die Aufenthaltsqualität. Alteingesessene Geschäftsleute sehen in der Verlegung der Straßenbahnlinien 3 und 7 sowie der Ansiedlung der stadtweiten Methadonausgabestelle an den Eingang der Straße maßgebliche Auslöser für die negative Entwicklung. Externe Beobachter machen dagegen die fehlenden Modernisierungsbemühungen der Geschäftsleute für den stark negativen Trend mitverantwortlich.

Die Idee
Eine spontane Idee bei einem Workshop im hannoverschen Bürgerbüro Stadtentwicklung zum Thema Lokale Ökonomie sowie das zufällige Zusammentreffen späterer Schlüsselpersonen brachte den Startimpuls für das Projekt "DressUp Deisterstraße", mit dem eine nachhaltige Entwicklung dieser Einzelhandelsachse vorangetrieben werden sollte.
In dem neu gegründeten Arbeitskreis Deisterstraße trafen sich seit Sommer 2005 Vertreter des städtischen Quartiermanagement Linden-Süd, der städtischen Wirtschaftsförderung, der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft "hannoverimpuls GmbH", sowie des Kommunikationsbüros "PlanKom" zur Konzeptentwicklung. Später wurden zunehmend Geschäftsleute und Hausbesitzer der Deisterstraße in die Projektsteuerung einbezogen.

Das Konzept
Als Grundelemente des ganzheitlichen Konzeptes "DressUp Deisterstraße" wurden entwickelt:

  • Bildung eines attraktiven Branchenschwerpunktes, um Käuferschichten auch aus Nachbarstadtteilen anzuziehen
  • Ansiedlung von ExistenzgründerInnen mit Pioniergeist, Phantasie und Engagement
  • Schaffung und Verbesserung von Aufenthaltsqualitäten - Verbesserung des Erscheinungsbildes der Straße, der Häuser und der Läden
  • Entwicklung und Umsetzung eines Marketingkonzeptes
  • Bildung einer innovativen handlungsfähigen Standortgemeinschaft

Der Wettbewerb
Seit 2006 wurden mit vergleichsweise bescheidenem Etat eine ganze Reihe von Maßnahmen umgesetzt, die inzwischen zu einer spürbaren Verbesserung der Situation geführt haben. Weitere Aktivitäten sollen diesen Trend in den nächsten Jahren stabilisieren.

Die Ergebnisse
Im Oktober 2007 gewinnt das Projekt "DressUp Deisterstraße" den Preis für den besten ganzheitlichen Ansatz im Rahmen des Wettbewerbs "Hier ist was los" des Einzelhandelsverbandes Hannover-Hildesheim (http://www.ehv-hannover.de/verband_hieristwaslos.aspx). Im Deisterkiez e.V., schließen sich 2008 Geschäftsleute und Anlieger der Deisterstraße zur Fortführung der erfolgreichen Arbeit zusammen. Im gleichen Jahr wird das Projekt mit dem Sonderpreis Soziale Stadt 2008 ausgezeichnet. Weitere Infos zum Projekt unter Downloads.

 

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